JR OP Personalservice: Mitarbeiter-Portrait

„Ich habe den Spaß an der Arbeit wiederentdeckt“

Florian Hilt gehört zu den gestandenen Intensivpflegern und hat seit seiner Ausbildungszeit Ende der 1980er Jahre ausschließlich in Intensiv- und Anästhesie-Abteilungen gearbeitet. Mit über 50 Jahren wagt er es, noch einmal etwas ganz Neues auszuprobieren und sich den vielseitigen Herausforderungen der Zeitarbeit bei JR OP Personalservice zu stellen. Wir sprechen mit Florian Hilt über die Arbeitsbedingungen, sein Familienleben sowie über die Anerkennung und die Motivation im Beruf.

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Florian Hilt: „Pflegekräfte sind gefragt, nicht nur für die Patient*innen, sondern auch für sich selbst gut zu sorgen.“ | Bild: ©lcd2020 - de.freepik.com
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Florian Hilt: „Pflegekräfte sind gefragt, nicht nur für die Patient*innen, sondern auch für sich selbst gut zu sorgen.“ | Bild: ©lcd2020 - de.freepik.com

Im Interview: Florian Hilt

Florian-Hilt

Florian Hilt, 60: Intensivpfleger mit Wissensdurst. 1987 hat er seine Ausbildung in der Krankenpflege abgeschlossen, 1991 die Fachweiterbildung in der Anästhesie- und Intensivpflege. Seit 2017 arbeitet er im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung in diversen Kliniken deutschlandweit. Über seinen Wechsel in die Zeitarbeit bei JR OP Personalservice sagt er: „JR ist einzigartig! Der beste Arbeitgeber, den ich bisher hatte.“

Herr Hilt, wie sind Sie zur Intensivpflege gekommen?

Ich hatte das Glück, während meiner Ausbildung in den Jahren von 1984 bis 1987 auf der Intensivstation eingesetzt zu werden. Das war damals ein besonderes Privileg. Für einen jungen Schüler wie mich war es überraschend positiv, als vollwertiges Teammitglied direkt in alle wichtigen Aufgaben einbezogen zu werden und selbständig Intensivpatienten betreuen zu können. Ich hatte freundliche Kollegen, die mich unterstützten, und das Arbeitsklima war gut. Der Intensivpflege bin ich seitdem treu geblieben, denn es ist eine schöne Aufgabe, Menschen auf Ihrem Weg der Gesundung zu begleiten. Es ist faszinierend, wenn schwerkranke Patienten durch den Einsatz des gesamten Intensivteams genesen und auf andere Stationen verlegt werden können.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung weiter?

Das Saarland zählt zu den strukturschwächeren Gebieten Deutschlands. Dennoch hatte ich das Glück, auf einer Intensivstation in einem größeren Krankenhaus im Saarland eine Festanstellung zu bekommen. Seitdem habe ich ausschließlich in der Intensivpflege und in der Anästhesie gearbeitet.

Für viele Fachkräfte ist es ein großer Schritt, die reguläre Festanstellung zu kündigen und in die Zeitarbeit zu wechseln. Was hat Sie motiviert, bei JR OP Personalservice anzufangen?

Der Moment war reif. Ich war in den Mühlen und Routinen des Krankenhauses gefangen und ich musste mir eingestehen, dass ich betriebsblind und müde wurde. Der JR OP Personalservice bot mir die Gelegenheit, wieder Neues zu lernen und Abwechslung in mein Berufsleben zu bringen.

Sie sind seit mehr als vier Jahren dabei. Was haben Sie in dieser Zeit erlebt?

Meinen ersten Einsatz hatte ich gleich in einem großen Klinikum. Hier wurde ich vom ersten Tag an mit all meinem Wissen und meiner ganzen Erfahrung gefordert. Selbstverständlich wurde ich auch mit komplett neuen Krankheitsbildern konfrontiert. Doch ich hatte sehr nette Kollegen und wurde im Team sofort akzeptiert. Rückendeckung bekam ich darüber hinaus vom JR-Team, auf das ich mich hundertprozentig verlassen konnte, wenn ich Fragen hatte. Es ist ein tolles Erlebnis, einen Ansprechpartner zu haben, der sich für einen einsetzt. Ich bekomme heute mehr Anerkennung als jemals zuvor, und falls es Probleme oder Schwierigkeiten gibt – zum Beispiel bei der Wohnsituation – dann werden diese vom Innendienst gelöst. JR kümmert sich um weit mehr, als andere Arbeitgeber das tun, das ist einzigartig.

Was genau macht JR Ihrer Meinung nach einzigartig?

JR ist einzigartig! Der beste Arbeitgeber, den ich bisher hatte. Ich fühle mich gerecht entlohnt. Mich fasziniert in erster Linie das tolle Team. Wie gerade gesagt, hat der Innendienst immer ein offenes Ohr und tut sein Bestes. Da ich mir deshalb um „Äußeres“ keine Gedanken machen muss, kann ich meinem Beruf mehr Kraft widmen. Das kommt durchaus auch der Einsatzklinik zu Gute. Es ist immer jemand da, der helfen kann, wenn es mal Probleme geben sollte oder ich nicht alles wie gewünscht beim ersten Versuch erledige – Zeitprotokolle versenden, zum Beispiel. Es ist für mich ein großes Glück, Teil dieses phänomenalen Teams sein zu dürfen.

Das klingt, als hätten Sie für sich die richtige Entscheidung getroffen. Vermissen Sie die Klinik-Festanstellung manchmal?

Ich denke kurz zurück an meinen ersten Einsatz: Nach zwei Monaten kam ich in eine große Universtitäts-Klinik und lernte dort wieder, mich in ein neues Team einzufinden und neue Krankheitsbilder zu versorgen. Mein laufender Vertrag wurde prompt verlängert, was ich als positives Zeichen werte. Ich bin über 50 und habe die Freude zu lernen und den Spaß an der Arbeit für mich wiederentdeckt. Für mich war es genau die richtige Entscheidung, in die Zeitarbeit zu gehen. Ich bin sehr dankbar, Neues zu erleben und mich beruflich weiterentwickeln zu können. Um Ihre Frage zu beantworten: im Gegenteil, das ist es, was ich bei einer Festanstellung vermissen würde.

Ihre Einsätze sind deutschlandweit verteilt. Wie sieht Ihr Familienalltag jetzt aus?

Normalerweise fahre ich Sonntagabend zum Einsatzort und komme Freitagabend zurück nach Hause. Für meine Frau und meine zwei Kinder lässt sich das gut organisieren und planen. Früher hatte ich wechselnde Schicht- und Nachtdienste, so dass eine feste Freizeitplanung nicht möglich war. Mein Sohn spielt am Wochenende Fußball. Für mich als Vater ist es toll, endlich am Spielfeldrand dabei sein zu können, an der Entwicklung meiner Kinder teilzuhaben und mit meiner Familie am Wochenende etwas Schönes zu unternehmen.

Welche Eigenschaften sollte eine Fachkraft mitbringen, die sich für die Zeitarbeit interessiert?

Flexibilität und Offenheit sind wichtig, schließlich wird man in anderen Städten eingesetzt und muss sich sowohl in neue Wissensfelder einarbeiten als auch auf neue Teams einstellen. Doch das ist kein großes Problem, und man wächst mit den Aufgaben. Es ist normal, dass man bei seinem ersten Einsatz aufgeregt ist. So erging es mir auch, schließlich weiß man nie so genau, was einen erwartet. Doch ich wurde bisher gut aufgenommen und darf mich weiterentwickeln.

Wie beurteilen Sie generell die Arbeitssituation in der Intensivpflege?

Generell gibt es in der Intensivpflege zu wenig Bestandspersonal. Viele verlassen bereits nach kurzer Zeit die Station, was für das „feste Team“ immer wieder zusätzliche Arbeit durch Einarbeitung neuer Kollegen bedeutet. Der überdurchschnittliche Einsatz der Pflegekräfte ist beeindruckend – er wird jedoch weder menschlich noch finanziell ausreichend gewürdigt. Die meisten sind angetreten, um zu helfen, und halten lange durch, doch wer nicht mehr kann, wechselt den Beruf. Hier bleibt zu hoffen, dass die Krankenhäuser umdenken, die Probleme ernst nehmen und eine neue Ära der Personalpolitik einläuten. Zwischenzeitlich sind die Pflegekräfte gefragt, nicht nur für die Patienten, sondern auch für sich selbst gut zu sorgen.

Danke, dass wir Sie für dieses Interview im Urlaub anrufen durften. Genießen Sie die Auszeit mit Ihrer Familie?

Ja, das sind für mich fast paradiesische Zustände. Es ist für mich komplettes Neuland, Urlaub zu beantragen und den ohne große Widerstände einfach so genehmigt zu bekommen. Als Zeitarbeiter stehe ich außen vor und bin sehr dankbar, planbare Zeitfenster für die Familie und die Erholung zu haben.

Danke für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Urlaub und eine erholsame Zeit mit Ihrer Familie.

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