„Ich bin fachlich und persönlich gewachsen“

Aus der Reihe
"Was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denken"

Im Interview:

Frau Julia Balk
Anästhesie-Kraft im JR-Team

Frau Balk, Sie haben jahrelang fest in der Anästhesie gearbeitet und darüber hinaus als Praxisanleiterin Ihr Wissen geteilt, um jungen Menschen den Arbeitseinstieg zu erleichtern. Was hat Sie dazu bewogen, zu JR in die Zeitarbeit zu wechseln?

Ich war schon immer motiviert und habe nach dem Dienst Arbeitspläne erstellt oder Einarbeitungsleitfäden für Schüler geschrieben − selbstverständlich unentgeltlich. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht, und ich habe viel gelernt, doch zum Ende war ich allerdings die einzig übriggebliebene Praxisanleiterin in unserer Abteilung. Ich habe es nicht mehr geschafft, über 100 Schüler, Rettungsassistenten, neue Mitarbeiter und Kollegen nach meinem Anspruch angemessen einzuarbeiten. Teilweise frustrierte es mich, dass mein überdurchschnittlicher Einsatz als selbstverständlich erachtet wurde. Ich habe alle Eventualitäten abgewogen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass sich für mich persönlich nur dann etwas ändern kann, wenn ich etwas ändere. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bin ich auf JR gestoßen. Während des einstündigen Bewerbungsgesprächs bei JR habe ich mehr Anerkennung bekommen als in den 18 Arbeitsjahren zuvor.
Wie kam der Wechsel zu JR zustande?
Die Firma JR kannte ich durch die Kit-Packs (OP-Sets), und ich wusste über eine Freundin, dass JR sich sehr gut um die eigenen OP-Kräfte kümmert. Die Zeit war reif, mich zu verändern. Als ich durch Zufall die Stellen-Anzeige mit dem JR-Logo im Internet gesehen habe, habe ich mich sofort beworben.
Wie ging es weiter?

Zwei Tage später hat sich Herr Stiegelmayr bei mir gemeldet und mit mir einen Termin ausgemacht. Das Gespräch war mit Frau Ruppert, und ich war total überwältigt. So eine krasse Wertschätzung habe ich noch nie erlebt − und es war ein richtig tolles Gespräch.

Dennoch ist der Wechsel vom Krankenhaus als Arbeitgeber zu einem Wirtschaftsunternehmen ein großer Schritt.

Ja, das stimmt, und da ich ein Mensch bin, der Entscheidungen sorgfältig abwägt, habe ich mir darüber zahlreiche Gedanken gemacht. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Wechsel für mich viele Vorteile mit sich bringt, dass ich mich persönlich und fachlich weiterentwickeln kann. Bei JR habe ich mich vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt und habe gewusst, dass dieser Schritt für mich richtig ist. Wertschätzung im OP ist oft Mangelware, und freie Tage, die einem zustehen, bekommt man in der Praxis oft nicht. Mir war klar, dass ich etwas ändern möchte. Ich bin gerne zielstrebig und schätze es, wenn ich mich weiterentwickeln kann und frisch im Kopf bleibe.
Das klingt so, als ob viele Kliniken ihre Personalpolitik überdenken sollten.
Durchaus, denn es geht nicht immer nur ums Geld. Es geht auch um die Wertschätzung und die Anerkennung. Kein Klinikum geht pleite, wenn es seinen Mitarbeitern einmal Danke sagt. Jeder Mensch freut sich über Anerkennung, und niemand möchte ausgenutzt werden. Die Situation ist seit vielen Jahren komplex und die Arbeitsbelastung nimmt zu. Durch Unzufriedenheit, Überlastung und fehlende Wertschätzung ist die Gefahr groß, dass das Qualitätsniveau sinkt und der Patient auf der Strecke bleibt.
Was bedeutet Wertschätzung für Sie?
Wertschätzung bedeutet für mich, dass ich an Prozessen beteiligt werde. Dass ich beispielsweise Arbeitsabläufe mitgestalten oder dazu beitragen kann, dass sie optimiert werden. Langjährigen Mitarbeitern, die wie ich viel Erfahrung mitbringen, dürfte und sollte mehr Verantwortung übertragen werden. Gegenseitige Unterstützung und der Austausch mit Vorgesetzten und Kollegen sind notwendig, um die wachsenden Anforderungen meistern zu können.
Inwiefern erleben Sie Wertschätzung bei JR?
Wertschätzung zieht sich bei JR wie ein roter Faden durch die Kommunikation. Ob via E-Mail oder per Telefon, man ist immer nett, freundlich, hilfsbereit und zuverlässig. Das finde ich super! Zum Geburtstag habe ich zum Beispiel eine persönliche Gratulationskarte mit Foto von den Kollegen bekommen. Alle haben unterschrieben. In vielen Kliniken wissen die Chefs noch nicht einmal, wann ihre Mitarbeiter Geburtstag haben. Wenn es Probleme gibt, steht JR hinter mir. Man bemüht sich, dass es den Mitarbeitern wirklich gutgeht. Das ist ein richtig tolles Gefühl.
Welche Charaktereigenschaften sollte aus Ihrer Sicht jemand mitbringen, der sich für die Arbeit im Personalleasing entscheidet?

Man sollte sich selbst beschäftigen können. Für mich passt das sehr gut, denn ich mache viel Sport, gehe jeden Tag joggen, schaue mir die Städte an, lese gerne, ernähre mich gesund und koche mir jeden Tag etwas Frisches. Zu Hause hat man Pflichten und Verabredungen, da geht so etwas nicht ganz so einfach. Neben der guten Bezahlung kann ich meinen Urlaub flexibel regeln und auch entscheiden, wann ich einen freien Tag benötige. Überstunden werden anerkannt, und ich muss nicht ein Jahr im Voraus planen, wann ich Urlaubstage benötige, sondern kann auch mal spontan sein.

Darüber hinaus sind Flexibilität und ein wenig Abenteuerlust hilfreich, schließlich weiß man nie, was einen am nächsten Einsatzort erwartet. Wer gerne neue Menschen kennenlernt, sich problemlos auf wechselnde Herausforderungen einstellen kann und Erfahrungen sammeln möchte, der ist hier absolut an der richtigen Stelle.

Worauf sollte jemand darüber hinaus noch achten, der ins Personalleasing wechseln möchte?
Unsere Aufgabe ist es, unterbesetzte Kliniken so gut wie möglich durch unseren Einsatz zu unterstützen. Die Bereitschaft, Leistung zu bringen und sich immer wieder auf neue Kollegen einzustellen, muss da sein. Wer diesen Job wählt, ist sich bewusst, dass er nur in den seltensten Fällen unter der Woche zu Hause sein kann. Raum für persönliche Interessen entsteht dadurch, dass sich verkürzte Arbeitswochen durch den Ausgleich von Überstunden gut absprechen lassen. Man muss sich immer wieder neu beweisen, doch mir machen die Herausforderungen sehr viel Spaß. Durch strukturiertes Feedback bekomme ich Rückmeldungen zu meiner Arbeit − und das Selbstbewusstsein steigt. In meiner derzeitigen Klinik kann ich in jedem Bereich arbeiten und traue mir sehr viel zu. Ich bin fachlich und persönlich gewachsen.
Gibt es Unterschiede zwischen JR und anderen Leasingfirmen?
Wer sich für die Leasingarbeit interessiert, sollte generell die Konditionen der Leasingfirmen genau prüfen. Erfahrungen bei anderen Leasingfirmen habe ich bisher nicht gesammelt, doch mir ist positiv aufgefallen, dass es bei JR keine komplizierten Mantelverträge oder Gehaltsausfälle gibt, wenn man krank wird oder wenn man nicht vermittelt werden kann. Alles ist verständlich, transparent und professionell. Für mich ist es wichtig, gut aufgehoben zu sein. Bei JR ist das komplette Team toll, der Umgang miteinander ist herzlich und familiär. Es gibt ein gutes Netzwerk, denn ein Wochenende im Jahr findet für das gesamte Personal zusammen mit der Führungsetage ein Mitarbeiterfest statt: mit Workshops, gemeinsamen Freizeitaktivitäten und Gesprächen. Ein schöner Ausgleich im Arbeitsalltag und eine super Möglichkeit, sich auszutauschen und neue Kollegen kennenzulernen.

Frau Balk, vielen Dank für das Gespräch.